Sonderfall Auslands-BAföG
Jeder Studierende sollte in der Plaungsphase fürs Auslandssemester ans Stellen eines BAföG-Antrags denken. Denn im Ausland gelten andere Bedarfs- und Förderungssätze.
“Deshalb kann es sein, dass Studenten bei einem Aufenthalt in einem anderen Land BAföG bekommen, obwohl sie in Deutschland wegen des Einkommens ihrer Eltern abgelehnt wurden», sagte Elisabeth Diederich vom Studierendenwerk in Hamburg zu SZ-Online. Genauso könne kein Studierender sein hierzulande bewilligtes BAföG einfach mit ins Ausland nehmen. Denn so würden den BAFöG-Beziehern Zuschüsse entgehen. Für jedes Land ist ein anderes deutsches BAfög-Amt zuständig. Jeder sollte sich schon frühzeitig um Fragen nach Antragsformularen und Abgabe aller Unterlagen kümmern. Neben dem Bedarfssatz gibt es Extra-Zuschläge für Reisekosten oder Zusatzleistungen der Krankenkasse. Diese müssen später zur Hälfte zurückgezahlt werden. Maximal 4.600 Euro werden außerdem pro Jahr als Zuschuss zu den Studiengebühren bewillgt und müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Semester, in denen ein Studierender BAföG im Ausland bezieht werden später nicht in die Berechnung der Höchstförderungsdauer einbezogen, so dass sich der Bezug der Förderung insgesamt verlängert. Auslands-BAföG gibt es bis zu fünf Semester lang.
(Quelle: SZ-Online)
Präsident des Studentenwerks setzt sich für soziale Durchlässigkeit ein
Rolf Dobischat, der Präsident des Deutschen Studentenwerks hat sieben zentrale Punkte benannt, um das Studium an den Hochschule sozial gerecht gestalten zu können. Er setzt sich fürs Lernen ohne Studiengebühr und mit weniger Numerus Clausus ein. Außerdem verlangt Dobischat mehr Beratung und Stipendien für Studierende.
Nach den Erfahrungen der vergangenen Semester ist für den Präsidenten des Deutschen Studentenwerks der Nachweis erbracht, dass Studiengebühren von den Universitätsausbildungen abschrecken. Besonders Abiturienten, die weniger auf finanzielle Ressourcen ihres Elternhauses zurückgreifen können, würden sich gegen ein Studium entscheiden. Deswegen fordere er eine radikale Kurskorrektur, so Dobischat. Auf einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin sagte Dobischat: “Wenn es uns in den kommenden Jahren nicht gelingt, mehr junge Menschen auch aus bildungsfernen und einkommensschwächeren Familien für ein Studium zu begeistern, setzen wir Deutschlands Wohlstand und Wirtschaftskraft aufs Spiel.”
Weitere Forderungen Dobischats waren die Schaffung von mehr Studienplätzen, ein starkes BAföG, das regelmäßig den Preisentwicklungen angepasst wird und Studentenwerke, die den Studierenden eine umfangreiche Infrastruktur von Wohnmöglichkeiten bis zu Weiterbildungs- und Beratungsangeboten bieten.
(Quelle: idw)
