Zentrales Bürgerfragen-Telefon 115 in der Probephase

Wo ist das Bafög-Amt in meinem neuen Wohnort? Was für Papiere muss ich mitbringen? Die Adresse des für mich zuständigen Bürgerbüros in meiner neuen Stadt? Wann sind eigentlich die Müllabholtage in meiner Straße?

Solche Fragen und noch viele mehr hat jeder Student, der beispielsweise seinen Studienplatz wechselt und in die neue Uni-Stadt umzieht oder der gerade frisch nach dem Abi seinen ersten Studienplatz antritt in einer ihm noch fremden Stadt.

Und um nerviges Rumtelefonieren und Nachforschen zu vereinfachen, startete nun das Projekt „D115″ in etlichen Großstädten: unter der Telefonnummer 115 sollen in diesen Modellstädten zunächst, später bundesweit Bürgerfragen beantwortet werden. Sie dient quasi als erste telefonische Anlaufstelle, um Zuständigkeiten, Adressen oder Behördendetails zu erfragen.
Bei dem Thema Bafög ist es bisher nämlich nicht ganz unkompliziert gewesen: bislang musste man sich entweder an Kommune, Land oder Bund wenden – je nachdem, ob man Schüler-Bafög, Studenten-Bafög oder Meister-Bafög beziehen wollte. Nun soll künftig die 115 als ebenenübergreifende, zentrale Anlaufstelle für solche Anfragen gelten.
Einen Nachteil hat die neue einheitliche Behörden-Telefonnummer aber: sie ist nicht kostenfrei. Anrufe aus dem Festnetz werden 7 Cent pro Minute kosten, Anrufe aus dem Mobilfunknetz zwischen 17 und 20 Cent pro Minute.
Das Pilotprojekt wurde am 24. März 2009 in ausgewählten Modellregionen gestartet.
Ob Deine Stadt sich vielleicht auch schon daran beteiligt und alle weiteren Informationen erfährst du auf www.d115.de.

Interessante Alternative: Lohn als Ersatz für BAföG

Das Abitur steht vor der Tür oder ist gerade geschafft. Viele Abiturienten haben entweder schon einen Studiumsplatz oder Ausbildungsplatz gefunden. Doch für manche anderen stellt sich die Frage: Was nun?
Doch auch für die Unentschlossenen gibt es vielerlei Möglichkeiten. So besteht seit einiger Zeit die Option ein duales Studium zu belegen.

Ein duales Studium ist vom System her ähnlichen wie das einer dualen Ausbildung. Die theoretischen Phasen bei einem dualen Studium finden an einer Hochschule statt und die praktischen Phasen im Betrieb. Dieses Konzept soll dazu dienen, dass Dualstudierende schon früh kennenlernen wie es im Berufsleben abläuft. Die Verknüpfung Praxis zur Theorie erleichtert das Verständnis und die Studis wissen, wofür sie was Lernen und das wiederum gibt einen Motivationsschub.

In der heutigen Zeit und der gerade eher schlechten Wirtschaftslage entscheiden sich viele Abiturienten für ein duales Studium. Grund ist die relativ hohe Jobsicherheit nach Vollendung des Studiumgangs. Viele Unternehmen finanzieren sogar das Studium. Die betriebliche Investition beläuft sich auf hohe Summen. Da ist es ja nur sinnvoll dem Absolvent nach erfolgreicher Beendigung des dualen Studiums einen Job anzubieten. Ein schöner Nebeneffekt für die Studenten kann die Gehaltszahlung sein, die manche Unternehmen während dieser Zeit bezahlen. Hinzu kommen Zuschüsse für Miete und etwaige Fahrtkosten. Darüberhinaus dauern die Studiengänge meist nicht länger als ein klassisches Studium, gelegentlich können sie auch kürzer sein. Daraus resultiert, dass Studenten die ein duales Studium beginnen oft einen Vorsprung vor ihren Studenten haben, die einem klassischen Studium nachgehen. Klassische Hochschulabsolventen können frühstens im Alter von 25 Jahren ins Berufsleben einsteigen. Die Absolventen der dualen Studiengänge haben dann aber schon Praxiserfahrung und damit einen entscheidenen Vorteil vor ihren Kommilitonen. Entscheidet sich ein Abiturient für ein duales Studium, so hat er die Wahl zwischen 600 Studiengängen. Voraussetzung ist eine hohe Belastbarkeit, Flexibilität und Motivation. Eine komplette Liste über die möglichen Studiengänge findet ihr auf dem Internetportal ausbildungplus.de

Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung von den Vorteilen eines dualen Studiengangs:

  • Studenten erfahren einen hohen Praxisbezug, da sie von Beginn des Studiums an Berufserfahrung im Unternehmen sammeln können.
  • Die Finanzierung des Studiums übernimmt das Unternehmen und bezahlt eine Ausbildungsvergütung oder ein Stipendium.
  • Gut 90 Prozent der Absolventen dualer Studiengänge werden nach der Beendigung übernommen, da die Unternehmen meist viel in den Studiengang investieren.
  • Der Unterschied bezüglich des Hörsaals zu einem klassischen Studium unterscheidet sich doch enorm: Maximal 30 zu 100, 200 und mehr. Daher dürfen angehende Studenten eine gute Betreuung erfahren.

Quelle: “Lohn statt BAföG beziehen” ein Artikel auf perspektive-mittelstand.de

Neues Stipendiensystem für NRW zum WS 2009/2010

Wissenschaftsminister Pinkwart kündigte Anfang Januar an, dass es in NRW mit Beginn des nächsten Wintersemesters (2009/2010) ein neues Stipendiensystem geben werde. Dieses unterstützt begabte Studenten mit 300 Euro zusätzlich – und zwar unabhängig davon, wie ihr sonstiges Einkommen ist. Also auch Bafög-unabhängig. Das ist doch mal erfreulich.

Bedingung für eine Vergabe ist ein Eignungstest, der ein Mindestmaß an Begabung dem Studenten bescheinigt.
Plan des Ministers ist es, dass der Staat und die Wirtschaft sich die entstehenden Kosten dafür teilen. 1300 Studenten kämen so in der ersten Phase in den Genuss des Stipendiums.
Mitte Februar appellierte Pinkwart dann noch an den Bund, dass es keine Zeit zu verlieren gäbe und ihm eine Ausweitung des Stipendiensystems auf Bundesebene so schnell wie möglich ratsam erscheint.
Ziel des Innovations- und Wissenschaftsminister ist es, mit Hilfe des neuen Stipendiensystems die Anzahl der Stipendien-Empfänger von derzeit 2 Prozent auf 10 Prozent im Jahre 2012 zu erhöhen.
Informieren über alle möglichen Arten von bereits bestehenden Stipendien kann man sich hervorragend auf den Seiten des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Dort gibt es eine nützliche Auflistung von möglichen finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten und Stipendien, und zwar:
• Staatliche, parteinahe und gewerkschaftliche Stiftungen
• Stiftungen von konfessionellen Trägern
• Wirtschaftsnahe Stiftungen

Ebenfalls sehr gute Informationen über die verschiedenen Stiftungen und Stipendiats-Organisationen sind auf der Seite von Bafög Aktuell zu finden.