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Die Nationale Bologna-Konferenz

Der Tag der nächsten Bologna-Konferenz rückt näher. Am heutigen Montag, 17. Mai beginnt um 9.30 Uhr die nationale Konferenz im dbb forum in Berlin. Zu dem sind 23 Hochschule geladen, die ihre beispielhafte Umsetzung der Bologna-Reform präsentieren. Des Weiteren ist ein Rückblick auf die vergangenen Monate sowie die Planung der nächsten Schritte Gegenstand der Sitzung. Die geladene Gäste sind Vertreterinnen und Vertreter der parteipolitischen und konfessionellen Hochschulgruppen, Bildungsstreik-Aktive, der Kultusministerkonferenz sowie Wirtschaftslobbyisten. Eine Livestream zur Nationalen Bologna-Konferenz wird es auf der BMBF Website geben.

Ziele der Bologna-Reform

  • Förderung der Mobilität (Hochschulangehöriger)
  • Kooperation bei vergleichbaren Strukturen und der Qualitätssicherung in der Lehre
  • Stärkung einer europäischen Dimension der Hochschulbildung
  • Einführung gestufter Studiengänge (Bachelor, Master und Promotion)
  • Einführung Kreditpunktesystem ECTS
  • Vereinfachung der Anerkennung bei bspw. Verwendung des Diploma Supplements

Insgesamt nehmen mittlerweile 47 Staaten aus Europa am Bologna-Prozess teil. Alle Staaten, die die Europäische Kulturkonvention des Europarats unterzeichnet haben, verpflichten sich dazu in ihrem Land das Zusammenwachsen der Hochschulbildung in Europa zu unterstützen und die geforderten Ziele der Reform an ihren Hochschulen zu verfolgen und umzusetzen.

In Deutschland gab es in den letzten Monaten an den Hochschulen intensive Debatten über die Bologna-Reform. Verbesserungsvorschläge wurden erarbeitet und auf den Weg gebracht. Aber auch Bund und Länder sowie die Hochschulrektorenkonferenz haben Initiative ergriffen bei der Unterstützung im Bologna-Prozess.

Jedoch aus der Sicht der Studenten läuft alles weniger gut und rund. Nicht nur das die Bologna-Reform verschärft Nicht-Akademiker Kinder benachteiligt, sondern die Studenten sind der Meinung, dass bei der heutigen Konferenz die eigentlichen Ziele und Forderungen übergangen werden. Anstatt den Zugang zum Master zu vereinfachen, werde viel mehr mit Vertretern der Wirtschaft über bessere Arbeitschancen für Bachelorabsolventen diskutiert. Dabei sollte vorrangig über den freien Zugang zum Master für alle diskutiert werden und der Ablehnung des Regelabschlusses des Bachelors.
Daher wollen die Studenten ab 14 Uhr nach der Konferenz einen Gegengipfel starten. Das letzte Wort ist hier noch lange nicht gesprochen und wird vermutlich noch mehr Zündstoff geben für den am 9. Juni geplanten bundesweiten Bildungsstreik.

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