Hessen schafft Studiengebühren ab!

Pro und Contra werden derweil weiter heiß diskutiert – in wie weit wird der Hochschulstandort Hessen in den nächsten Jahren durch die Mindereinnahme gegenüber anderen Bundesländern zurückstecken müssen. Was meint ihr?

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Kommentare

Ein Kommentar on "Hessen schafft Studiengebühren ab!"

  1. Paul Schmitz on 24. Juni 2008 17:17 

    Regelstudienzeit: Legislaturperiode!

    Langsam sollte man sich als Studierender fragen, mit wie wenig Planungssicherheit man in seine Ausbildung starten will. Steht eine baldige Landtagswahl an, sollte man sich doch vielleicht erst für eine Ausbildung entscheiden und dann sehen, welchen Spaß die nächste Regierung wieder mit seiner Bildungselite in Spe treibt. In Hessen gab es kurzzeitig Studiengebühren, jetzt nicht mehr. Allerdings fragt sich nur, wie lange noch. Mit dem ganzen Hin und Her kann doch keiner Planen. In meiner Studienzeit stand ich, dank wechselnder Finanzierungsmodelle, häufig kurz vor dem finanziellen Ruin. Damals entschied sich die Landesregierung, jedem sog. “Langzeitstudenten” eine Studiengebühr von 650€ abzuverlangen. Ich hatte lediglich zwei Semester Wirtschaft studiert, stand im siebten (sic!) Fachsemester meines chiquen neuen Bachelorstudiengangs (Regelstudium 6 Semester) und durfte Zahlen. Dass ich beim Wechsel in den aufbauenden Master wieder nichts zahlen musste, verstanden weder Verwaltung noch Professoren. Und am allerwenigsten ich. Die Kurzfristigkeit dieser Abzocke setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Aufgrund der Unfähigkeit der Beratungsstellen hatte ich aufgrund von Falschinformationen zwei Monate Zeit, das Geld aufzubringen.
    Es ist meiner Meinung nach eine Unverschämtheit, während des laufenden Studiums Gebühren einzuführen, die man sich unter Umständen kurzfristig nicht aufzutreiben sind. Ich empfehle den hessischen Studenten, sich nicht allzu früh zu freuen. Die Regierung, die eigentlich keine ist, zeichnet sich durch enorme Instabilität aus. Wer weiß, wann es zu Neuwahlen kommt – und wer dann die Studiengebühren wieder einführt.