Studenten bewerten Bafög-Ämter

Ganz frisch heute in allen Pressemeldungen zu lesen: die deutschen Studenten haben über Spiegel Online ihre Bafög Ämter bewertet.
Und eines ist eindeutig aus den Ergebnissen herauszulesen: gut ist anders.

Nur für 4 Bafög-Ämter gab es eine 2 vor dem Komma, der Rest erhielt mittlere bis schlechte Noten.
5.000 Studenten wurden befragt, wie zufrieden sie mit dem Service und der Beratung ihres Bafög-Amtes sind. Schaut man sich die Bestplatziertesten einmal an, so fällt einem auf, dass hauptsächlich ostdeutsche Studentenwerke gut abschneiden, wohingegen zum Beispiel die alteingesessene Uni Marburg bzw. deren Bafög-Abteilung auf dem letzten Platz landete.
Chemnitz hebt sich als beste Bafög-Beratung da scheinbar von dem Gros der anderen Ämter positiv ab. Es gibt eine detaillierte Anleitung zum Ausfüllen des Bafög-Antrages, die Mitarbeiter werden als menschlich und hilfsbereit bezeichnet, die Wartezeiten sind kurz.
Merkmale, die anderen Ämtern scheinbar abgehen.
So wird ein Antragsteller aus Dortmund zitiert mit den Worten: „Die Mitarbeiter sind unmotiviert, geben keine Hilfestellung und sagen nur, welche Formulare noch fehlen”.
Wenn man nun bedenkt, dass der Studierwillige von heute so in etwa um die 20 Jahre alt ist und noch wenig bisher in seinem Leben mit Ämtern und deren Vorgehens- und Ausdrucksweisen zu tun hatte, dann mutet das schon bitter an.
Und wenn es weiterhin dann noch Monate dauert, bis überhaupt über einen Bafög-Antrag entschieden wurde, dann wundert einen der Frust und die Verzweiflung der jungen Menschen nicht mehr so sehr.
Man stelle sich einmal vor, da sitzt einem außerdem so ein schlecht gelaunter, wortkarger und müffeliger Berater gegenüber, der seiner Stellenbeschreibung – nämlich beratend dem Studenten zur Seite zu stehen – genau gar nicht nachkommt…

Quelle: Spiegel Online

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